Jeder dritte Mensch über 65 stürzt mindestens einmal pro Jahr. Bei Pflegebedürftigen ist das Risiko noch höher. Das Tragische: 80 Prozent dieser Stürze wären vermeidbar gewesen – mit einfachen Präventionsmaßnahmen. Unser neuer Präventions-Schnellcheck hilft Ihnen, Risiken zu erkennen, bevor etwas passiert.
Warum Prävention in der Pflege so wichtig ist
Prävention ist kein Luxus – sie ist Lebensqualität. Ein einziger Sturz kann eine Abwärtsspirale auslösen: Oberschenkelhalsbruch, Krankenhaus, Reha, Pflegegrad-Erhöhung. Was vorher noch ging, geht plötzlich nicht mehr.
Dabei sind die häufigsten Komplikationen in der häuslichen Pflege gut vermeidbar:
Häufigste Ursache für Pflegebedürftigkeit im Alter. Jeder 3. Sturz führt zu Verletzungen.
Druckgeschwüre entstehen oft unbemerkt – und heilen nur schwer wieder ab.
Ältere Menschen trinken oft zu wenig. Die Folgen: Verwirrtheit, Kreislaufprobleme, Stürze.
Gelenke versteifen durch Bewegungsmangel – oft schleichend und dann irreversibel.
„Prävention ist keine Raketenwissenschaft. Es sind oft kleine Maßnahmen, die große Wirkung haben: Haltegriffe im Bad, rutschfeste Matten, regelmäßige Lagewechsel."
Der Präventions-Schnellcheck: Risiken erkennen in 5 Minuten
Wir haben einen kostenlosen Schnellcheck entwickelt, der die wichtigsten Präventionsbereiche abdeckt. In nur 5 Minuten erhalten Sie:
- Individuelle Risiko-Einschätzung für Sturz, Dekubitus, Dehydration und mehr
- Konkrete Maßnahmen – passend zur Situation Ihres Angehörigen
- Ampel-System – auf einen Blick sehen, wo Handlungsbedarf besteht
- PDF-Export – für die Pflegedokumentation oder den nächsten Arztbesuch
- Pflegekreis-Integration – Aufgaben direkt an Familie und Helfer verteilen
Die 6 Präventions-Module im Überblick
| 🚶 Sturzrisiko | Stolperfallen, Gleichgewicht, Medikamente, Sehvermögen |
| 🧘 Mobilität | Bewegungsumfang, Kontraktur-Gefährdung, Hilfsmittel |
| 🛏️ Hautschutz | Dekubitus-Risiko, Lagerung, Hautpflege |
| 💧 Flüssigkeit | Trinkmenge, Dehydrations-Anzeichen, Erinnerungshilfen |
| 🍎 Ernährung | Mangelernährung, Schluckbeschwerden, Gewichtskontrolle |
| 🧠 Kognition | Orientierung, Tagesstruktur, geistige Aktivierung |
Prävention wird 2026 endlich gefördert
Mit dem BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026) hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt gemacht: Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) werden erstmals richtig gefördert – und ausdrücklich auch Prävention in der Häuslichkeit.
Für digitale Pflegeanwendungen – bezahlt von der Pflegekasse.
Sturzprävention, Ernährungsberatung etc. direkt in der Häuslichkeit möglich.
DiPAs dürfen sich erstmals ausschließlich an pflegende Angehörige richten.
Das bedeutet: Prävention ist kein Luxus mehr, sondern wird aktiv unterstützt. Tools wie unser Präventions-Schnellcheck helfen dabei, die richtigen Maßnahmen zu identifizieren.
10 sofort umsetzbare Präventions-Tipps
Unabhängig vom Schnellcheck – diese Maßnahmen können Sie heute noch umsetzen:
- Stolperfallen entfernen: Teppichkanten, Kabel, herumliegende Gegenstände
- Haltegriffe installieren: Im Bad neben Toilette und in der Dusche
- Nachtlichter anbringen: Weg vom Bett zur Toilette beleuchten
- Rutschfeste Matten: Im Bad und vor dem Bett
- Trinkplan erstellen: Mindestens 1,5 Liter täglich, über den Tag verteilt
- Regelmäßige Lagewechsel: Alle 2 Stunden bei Bettlägerigkeit
- Bewegungsübungen: Auch im Sitzen möglich – Füße kreisen, Arme heben
- Medikamente prüfen: Manche erhöhen das Sturzrisiko (Arzt fragen!)
- Sehtest machen: Oft ist die Brille nicht mehr aktuell
- Festes Schuhwerk: Keine offenen Pantoffeln, sondern Hausschuhe mit Fersenkappe
Weitere Tools für Ihren Pflegealltag
Der Präventions-Schnellcheck ist nur eines von über 95 kostenlosen Tools auf PflegePur. Hier eine Auswahl, die zum Thema Prävention passt:
| ⚖️ Balance-Check | Sturzrisiko einschätzen mit dem Tinetti-Test |
| 🧠 Demenz-Früherkennung | Erste Anzeichen erkennen mit Handlungsempfehlungen |
| 😰 Stress-Check | Belastung für pflegende Angehörige messen |
| 🩺 Pflegehilfsmittel-Tool | Passende Hilfsmittel für jeden Pflegegrad finden |
| 👥 Pflegekreis | Aufgaben an Familie und Helfer verteilen |
Fazit: Vorbeugen ist besser als heilen
Prävention in der Pflege ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools und etwas Aufmerksamkeit können Sie die häufigsten Komplikationen verhindern – und Ihrem Angehörigen ein Stück Lebensqualität bewahren.
Unser Präventions-Schnellcheck gibt Ihnen in 5 Minuten einen Überblick, wo Sie stehen und was Sie tun können. Kostenlos, ohne Anmeldung, sofort nutzbar.
Jetzt Präventions-Schnellcheck starten
6 Module • 5 Minuten • Konkrete Maßnahmen • PDF-Export
Kostenlos starten →Quellen:
Robert Koch-Institut – Sturzprävention bei älteren Menschen
DNQP – Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege
Bundesgesundheitsministerium – BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026)
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie – Leitlinien zur Prävention