Zum Inhalt springen
Lotse Blog Über uns

Prävention in der Pflege: Risiken erkennen, bevor etwas passiert

Gesundheit & Prävention 04.02.2026
Prävention in der Pflege: Risiken erkennen, bevor etwas passiert
Jeder dritte Mensch über 65 stürzt mindestens einmal pro Jahr. Bei Pflegebedürftigen ist das Risiko noch höher. Das Tragische: 80 Prozent dieser Stürze wären vermeidbar gewesen – mit einfachen Präventionsmaßnahmen. Unser neuer Präventions-Schnellcheck hilft Ihnen, Risiken zu erkennen, bevor etwas passiert.

Jeder dritte Mensch über 65 stürzt mindestens einmal pro Jahr. Bei Pflegebedürftigen ist das Risiko noch höher. Das Tragische: 80 Prozent dieser Stürze wären vermeidbar gewesen – mit einfachen Präventionsmaßnahmen. Unser neuer Präventions-Schnellcheck hilft Ihnen, Risiken zu erkennen, bevor etwas passiert.

Warum Prävention in der Pflege so wichtig ist

Prävention ist kein Luxus – sie ist Lebensqualität. Ein einziger Sturz kann eine Abwärtsspirale auslösen: Oberschenkelhalsbruch, Krankenhaus, Reha, Pflegegrad-Erhöhung. Was vorher noch ging, geht plötzlich nicht mehr.

Dabei sind die häufigsten Komplikationen in der häuslichen Pflege gut vermeidbar:

🦴
Stürze

Häufigste Ursache für Pflegebedürftigkeit im Alter. Jeder 3. Sturz führt zu Verletzungen.

🛏️
Dekubitus

Druckgeschwüre entstehen oft unbemerkt – und heilen nur schwer wieder ab.

💧
Dehydration

Ältere Menschen trinken oft zu wenig. Die Folgen: Verwirrtheit, Kreislaufprobleme, Stürze.

🦵
Kontrakturen

Gelenke versteifen durch Bewegungsmangel – oft schleichend und dann irreversibel.

„Prävention ist keine Raketenwissenschaft. Es sind oft kleine Maßnahmen, die große Wirkung haben: Haltegriffe im Bad, rutschfeste Matten, regelmäßige Lagewechsel."
– Pflegeberaterin aus Hameln

Der Präventions-Schnellcheck: Risiken erkennen in 5 Minuten

Wir haben einen kostenlosen Schnellcheck entwickelt, der die wichtigsten Präventionsbereiche abdeckt. In nur 5 Minuten erhalten Sie:

  • Individuelle Risiko-Einschätzung für Sturz, Dekubitus, Dehydration und mehr
  • Konkrete Maßnahmen – passend zur Situation Ihres Angehörigen
  • Ampel-System – auf einen Blick sehen, wo Handlungsbedarf besteht
  • PDF-Export – für die Pflegedokumentation oder den nächsten Arztbesuch
  • Pflegekreis-Integration – Aufgaben direkt an Familie und Helfer verteilen

Die 6 Präventions-Module im Überblick

🚶 Sturzrisiko Stolperfallen, Gleichgewicht, Medikamente, Sehvermögen
🧘 Mobilität Bewegungsumfang, Kontraktur-Gefährdung, Hilfsmittel
🛏️ Hautschutz Dekubitus-Risiko, Lagerung, Hautpflege
💧 Flüssigkeit Trinkmenge, Dehydrations-Anzeichen, Erinnerungshilfen
🍎 Ernährung Mangelernährung, Schluckbeschwerden, Gewichtskontrolle
🧠 Kognition Orientierung, Tagesstruktur, geistige Aktivierung

Prävention wird 2026 endlich gefördert

Mit dem BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026) hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt gemacht: Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) werden erstmals richtig gefördert – und ausdrücklich auch Prävention in der Häuslichkeit.

💰
70 € monatlich

Für digitale Pflegeanwendungen – bezahlt von der Pflegekasse.

🏠
Prävention zu Hause

Sturzprävention, Ernährungsberatung etc. direkt in der Häuslichkeit möglich.

👨‍👩‍👧
Für Angehörige

DiPAs dürfen sich erstmals ausschließlich an pflegende Angehörige richten.

Das bedeutet: Prävention ist kein Luxus mehr, sondern wird aktiv unterstützt. Tools wie unser Präventions-Schnellcheck helfen dabei, die richtigen Maßnahmen zu identifizieren.

10 sofort umsetzbare Präventions-Tipps

Unabhängig vom Schnellcheck – diese Maßnahmen können Sie heute noch umsetzen:

  1. Stolperfallen entfernen: Teppichkanten, Kabel, herumliegende Gegenstände
  2. Haltegriffe installieren: Im Bad neben Toilette und in der Dusche
  3. Nachtlichter anbringen: Weg vom Bett zur Toilette beleuchten
  4. Rutschfeste Matten: Im Bad und vor dem Bett
  5. Trinkplan erstellen: Mindestens 1,5 Liter täglich, über den Tag verteilt
  6. Regelmäßige Lagewechsel: Alle 2 Stunden bei Bettlägerigkeit
  7. Bewegungsübungen: Auch im Sitzen möglich – Füße kreisen, Arme heben
  8. Medikamente prüfen: Manche erhöhen das Sturzrisiko (Arzt fragen!)
  9. Sehtest machen: Oft ist die Brille nicht mehr aktuell
  10. Festes Schuhwerk: Keine offenen Pantoffeln, sondern Hausschuhe mit Fersenkappe

Weitere Tools für Ihren Pflegealltag

Der Präventions-Schnellcheck ist nur eines von über 95 kostenlosen Tools auf PflegePur. Hier eine Auswahl, die zum Thema Prävention passt:

⚖️ Balance-Check Sturzrisiko einschätzen mit dem Tinetti-Test
🧠 Demenz-Früherkennung Erste Anzeichen erkennen mit Handlungsempfehlungen
😰 Stress-Check Belastung für pflegende Angehörige messen
🩺 Pflegehilfsmittel-Tool Passende Hilfsmittel für jeden Pflegegrad finden
👥 Pflegekreis Aufgaben an Familie und Helfer verteilen

Fazit: Vorbeugen ist besser als heilen

Prävention in der Pflege ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tools und etwas Aufmerksamkeit können Sie die häufigsten Komplikationen verhindern – und Ihrem Angehörigen ein Stück Lebensqualität bewahren.

Unser Präventions-Schnellcheck gibt Ihnen in 5 Minuten einen Überblick, wo Sie stehen und was Sie tun können. Kostenlos, ohne Anmeldung, sofort nutzbar.

Jetzt Präventions-Schnellcheck starten

6 Module • 5 Minuten • Konkrete Maßnahmen • PDF-Export

Kostenlos starten →

Quellen:
Robert Koch-Institut – Sturzprävention bei älteren Menschen
DNQP – Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege
Bundesgesundheitsministerium – BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026)
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie – Leitlinien zur Prävention


Ähnliche Beiträge