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Selbstständig im Pflegemarkt: So starten Sie Ihr eigenes Pflege-Business

Beruf & Weiterbildung in der Pflege 09.02.2026
Selbstständig im Pflegemarkt: So starten Sie Ihr eigenes Pflege-Business
5 Millionen Pflegebedürftige, wachsender Bedarf, wenig digitaler Wettbewerb in den Regionen – der Pflegemarkt bietet 2026 enorme Chancen für Gründer:innen, Quereinsteiger:innen und alle, die ein zweites Standbein suchen. Ob Pflegekraft, Versicherungsmakler:in oder Neueinsteiger:in: Wir zeigen, welche Geschäftsmodelle es gibt, was Sie beachten müssen und wie Sie mit einer fertigen digitalen Plattform sofort starten können.

5 Millionen Pflegebedürftige, 4,7 Millionen pflegende Angehörige, 1,7 Millionen Pflegekräfte – und viel zu wenige, die ihnen den Weg durch das System zeigen. Der Pflegemarkt ist einer der größten Wachstumsmärkte Deutschlands. Doch man muss keine Pflegekraft sein, um darin erfolgreich zu gründen. Ob als Hauptberuf oder zweites Standbein: Wer 2026 ins Pflege-Business einsteigt, trifft auf enormen Bedarf – und überraschend niedrige Einstiegshürden.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Der Pflegemarkt wächst seit Jahren – und mit ihm der Bedarf an regionalen Ansprechpartner:innen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen suchen nicht nur nach Pflegeleistungen, sondern vor allem nach Orientierung: Welcher Pflegegrad steht mir zu? Welche Leistungen kann ich beantragen? Wer hilft mir vor Ort?

Gleichzeitig hat der Gesetzgeber mit dem BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026) die Digitalisierung in der Pflege deutlich vorangetrieben. Digitale Pflegeanwendungen werden erstmals richtig gefördert – mit 70 € monatlich pro Pflegebedürftigem. Das öffnet Türen für alle, die digitale Lösungen in der häuslichen Pflege anbieten möchten.

Die Kombination aus demografischem Wandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung schafft eine einmalige Gelegenheit: Wer jetzt gründet, positioniert sich in einem Wachstumsmarkt mit wenig digitalem Wettbewerb in den Regionen.

Für wen ist ein Pflege-Business interessant?

Ein verbreiteter Irrtum: Man müsse aus der Pflegebranche kommen, um im Pflegemarkt zu gründen. Tatsächlich gibt es Modelle für ganz unterschiedliche Ausgangssituationen:

Wer Sie sind Warum Pflege als Geschäftsfeld passt
👩‍⚕️ Pflegekraft / Pflegeberater:in Sie haben die Fachkompetenz – jetzt fehlt die digitale Infrastruktur für die Selbstständigkeit
🛡️ Versicherungsmakler:in Ihre Kunden fragen ohnehin nach Pflege. Pflege-Tools erweitern Ihr Portfolio und schaffen Kundenbindung
💼 Gründer:in / Quereinsteiger:in Sie suchen einen Markt mit Wachstumsgarantie und geringem Wettbewerb in den Regionen
🏢 Bestehende Selbstständige Sie wollen ein zweites Standbein aufbauen – planbar, digital, mit geringen laufenden Kosten
🏠 Pflegende Angehörige Sie kennen die Probleme aus eigener Erfahrung und wollen anderen den Weg erleichtern

Gerade für Versicherungsmakler:innen ist der Pflegemarkt eine natürliche Erweiterung: Pflegezusatzversicherungen gehören bereits zum Portfolio, die Kunden sind da – aber die meisten haben keine Ahnung, was ein Pflegegrad bedeutet oder welche Leistungen ihnen zustehen. Wer hier mit digitalen Pflege-Tools einen echten Mehrwert bietet, stärkt die Kundenbindung und eröffnet neue Einnahmequellen.

Welche Geschäftsmodelle gibt es?

Selbstständig im Pflegemarkt – das kann vieles bedeuten. Hier die wichtigsten Modelle im Überblick:

Geschäftsmodell Voraussetzung Einstieg als
🎯 Pflegeberatung nach §7a SGB XI Weiterbildung nach §7a (⚠️ siehe Hinweis unten) Hauptberuf
🤝 Alltagsbegleitung / Betreuung nach §45a Basisqualifikation (je nach Bundesland) Haupt- oder Nebenberuf
🏠 Nachbarschaftshilfe Grundkurs (oft 30-40 Std.) Nebenberuf / Einstieg
🛡️ Pflege-Beratung als Zusatzservice Keine formale Pflege-Qualifikation nötig Erweiterung (z.B. Versicherung)
💼 Regionale Pflege-Plattform Keine fachliche Voraussetzung Haupt- oder Nebenberuf

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Pflegeberatung nach §7a

Die Pflegeberatung nach §7a SGB XI ist bundesweit unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesländern ist eine selbstständige Pflegeberatung als Einzelunternehmer:in nicht möglich – dort wird vorausgesetzt, dass die Beratung über einen zugelassenen Leistungserbringer erfolgt, z.B. einen ambulanten Pflegedienst oder einen Pflegestützpunkt. Auch die Anforderungen an die Weiterbildung und die Abrechnungsmöglichkeiten mit den Pflegekassen variieren erheblich. Informieren Sie sich unbedingt bei Ihrer zuständigen Pflegekasse und IHK über die konkreten Voraussetzungen in Ihrem Bundesland, bevor Sie in dieses Modell investieren.

Die gute Nachricht: Viele der anderen Geschäftsmodelle – insbesondere die regionale Pflege-Plattform, Alltagsbegleitung und Pflege als Zusatzservice – haben deutlich niedrigere regulatorische Hürden und sind bundesweit einfacher umsetzbar.

Pflege als zweites Standbein

Nicht jede Gründung muss ein Vollzeit-Abenteuer sein. Pflege eignet sich hervorragend als zweites Standbein – gerade für Menschen, die bereits selbstständig sind oder einen festen Job haben:

Versicherungsmakler:innen können ihren bestehenden Kundenstamm mit Pflege-Tools bedienen. Statt nur Policen zu verkaufen, werden sie zur Anlaufstelle für alle Pflegefragen – und erhöhen damit Cross-Selling-Potenzial und Kundenloyalität.

Finanzberater:innen erweitern ihr Angebot um ein Thema, das jeden ihrer Kunden früher oder später betrifft. Pflege ist die größte finanzielle Unbekannte im Alter – wer hier beraten kann, schafft echten Mehrwert.

Coaches und Berater:innen im Gesundheitsbereich können Pflege als zusätzliches Feld integrieren, ohne ihr bestehendes Geschäft umzubauen.

Der Vorteil: Mit einer fertigen digitalen Plattform ist der Zeitaufwand überschaubar. Sie brauchen keine eigene Website zu bauen, keine Tools zu entwickeln und keine Inhalte zu erstellen. Sie konzentrieren sich auf das, was zählt: den Kontakt zu Ihren Kunden.

Was brauche ich für die Gründung?

Je nach Geschäftsmodell unterscheiden sich die Anforderungen – aber die Grundschritte sind ähnlich:

1. Geschäftsmodell und Qualifikation klären

Welches Modell passt zu Ihnen? Prüfen Sie die Voraussetzungen in Ihrem Bundesland. Für eine regionale Pflege-Plattform brauchen Sie vor allem unternehmerisches Denken – die Technik können Anbieter wie PflegePur übernehmen. Für Alltagsbegleitung und Nachbarschaftshilfe reichen oft kürzere Grundkurse.

2. Gewerbe anmelden

Ein Gewerbeschein beim zuständigen Gewerbeamt ist der erste formale Schritt. Kosten: ca. 20-60 €. Wichtig: Prüfen Sie, ob die Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) für Sie in Frage kommt – dann entfällt die Umsatzsteuer bis 22.000 € Jahresumsatz. Wer das Pflege-Business als Nebengewerbe betreibt, meldet es einfach zusätzlich an.

3. Versicherungen abschließen

Eine Berufshaftpflichtversicherung ist Pflicht. Je nach Modell kommen Betriebshaftpflicht und ggf. eine Vermögensschadenhaftpflicht dazu. Kosten: ab ca. 30-80 € monatlich.

4. Digital sichtbar werden

Hier scheitern die meisten Gründer:innen. Sie haben die Fachkompetenz oder das Netzwerk – aber keine Website, keine Tools, keine digitale Infrastruktur. Genau diese Lücke lässt sich heute schließen, ohne programmieren zu können.

5. Netzwerk aufbauen

Pflegestützpunkte, Hausärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Pflegedienste – das sind Ihre Multiplikatoren vor Ort. Wer bereits ein berufliches Netzwerk hat (z.B. als Versicherungsmakler:in), kann dieses direkt nutzen.

Die größte Hürde: Digitale Sichtbarkeit

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung suchen über 70 % der pflegenden Angehörigen zuerst online nach Informationen und Hilfe. Wer im Pflegemarkt nicht digital sichtbar ist, existiert für diese Menschen schlicht nicht.

Das Problem: Eine professionelle Website mit Pflege-Tools, Rechnern, Ratgebern und Kontaktmöglichkeiten zu bauen, kostet als Individuallösung schnell 5.000–15.000 € – und dann müssen die Inhalte noch gepflegt werden. Für Gründer:innen mit kleinem Budget ist das unrealistisch.

Die Alternative: Fertige Plattformen nutzen, die speziell für die Pflegebranche entwickelt wurden. Statt bei null anzufangen, starten Sie mit einer professionellen Infrastruktur, die bereits funktioniert.

So funktioniert der Einstieg mit PflegePur

Wir haben bei PflegePur genau für diese Herausforderung Lösungen entwickelt – je nachdem, wo Sie stehen:

Option 1: Eigene Pflege-Website – für Gründer:innen und bestehende Unternehmen

Mit dem Webseite-Paket erhalten Sie eine professionelle Pflege-Website mit allen Tools des PflegePur-Ökosystems. Ideal für alle, die neu gründen und sofort eine digitale Präsenz brauchen – aber auch für bestehende Unternehmen wie Pflegedienste, Beratungsstellen oder Versicherungsmakler:innen, die ihr Angebot um Pflege-Tools erweitern möchten.

🌐 Eigene Website mit Ihrem Branding, Ihrer Region, Ihren Kontaktdaten
🛠️ 95+ Pflege-Tools – Pflegegradrechner, Leistungsrechner, Dokumentation, Checklisten
📱 Navigator App – Ihre Klienten nutzen eine professionelle App mit Ihrem Zugang
🔒 DSGVO-konform mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutsche Server
📣 Marketing-Vorlagen – Flyer, Social Media, Textbausteine für Ihre Akquise
🎓 Onboarding & Support – Einrichtung, Schulung und laufende Updates inklusive

Option 2: Regionales Pflegeportal – für die ganze Region

Sie denken größer? Mit dem Regionalportal-Paket betreiben Sie ein komplettes Pflege-Informationsportal für Ihren Landkreis oder Ihre Stadt. Hier bündeln Sie alle lokalen Pflege-Angebote, Ansprechpartner und Dienstleister – und werden zur zentralen Anlaufstelle für Pflege in Ihrer Region.

Kein Programmieren, kein Webdesigner, kein IT-Team nötig. Ob als Hauptgeschäft, Ergänzung zum bestehenden Business oder regionales Projekt: Sie konzentrieren sich auf Ihre Kunden – die Technik ist fertig.

„Die Amortisation ist das Entscheidende: Ab 2 Klienten pro Monat sind Sie bereits im Plus. Das macht das Risiko überschaubar – auch als zweites Standbein."

Praxisbeispiel: So sieht es in der Pilotregion aus

Unsere Pilotregion Hameln-Pyrmont zeigt, wie das Regionalportal-Modell in der Praxis funktioniert. Unter pflegeportal-hameln.de finden Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte der Region alle Tools, Informationen und Ansprechpartner – gebündelt auf einer lokalen Plattform.

Das Ergebnis: Regionale Sichtbarkeit, Vertrauen durch lokale Präsenz und ein digitales Angebot, das überregionale Plattformen in der Tiefe nicht bieten können. Ob als eigene Pflege-Website für Ihr Unternehmen oder als Regionalportal für einen ganzen Landkreis – das Modell lässt sich an Ihre Situation anpassen.

Checkliste: In 10 Schritten zum eigenen Pflege-Business

  1. Ausgangslage klären – Hauptberuf, Nebenberuf oder Erweiterung des bestehenden Geschäfts?
  2. Geschäftsmodell wählen – Plattform, Betreuung, Beratung oder Zusatzservice?
  3. Regulatorische Anforderungen prüfen – bundeslandspezifische Regelungen beachten!
  4. Qualifikation erwerben (falls nötig) – Weiterbildung, Grundkurs oder fachliche Schulung
  5. Gewerbe anmelden – Gewerbeamt, ggf. Kleinunternehmerregelung nutzen
  6. Versicherungen abschließen – Berufshaftpflicht, Betriebshaftpflicht
  7. Digitale Infrastruktur aufbauen – eigene Pflege-Website oder Regionalportal (z.B. über PflegePur)
  8. Regionales Netzwerk aufbauen – oder bestehendes Netzwerk für Pflege aktivieren
  9. Google My Business einrichten – kostenlos und entscheidend für lokale Sichtbarkeit
  10. Erste Klienten gewinnen & skalieren – über Netzwerk, Website und lokale Präsenz

Fördermöglichkeiten für Gründer:innen

Die Gründung muss nicht komplett aus eigener Tasche finanziert werden. Diese Fördermöglichkeiten sollten Sie prüfen:

💰 Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit – bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit
🏦 KfW-Gründerkredit – zinsgünstige Darlehen bis 125.000 €
🎓 BAFA-Beratungsförderung – bis 80 % Zuschuss für Gründungsberatung
🏠 Landesförderungen – je nach Bundesland verschiedene Programme verfügbar
📋 IHK-Gründerberatung – kostenlose Erstberatung und Sprechtage

Tipp: Ihr zuständiges Gründerzentrum oder die IHK vor Ort hilft Ihnen, die passenden Förderprogramme zu finden. Wer das Pflege-Business als zweites Standbein startet, kann die Investitionskosten zudem steuerlich geltend machen.

Fazit: Der Pflegemarkt wartet nicht

5 Millionen Pflegebedürftige, ein wachsender Markt, zunehmende Digitalisierung – und in den meisten Regionen Deutschlands fehlt es an digitalen Anlaufstellen für Pflege. Wer jetzt einsteigt, hat einen klaren Vorteil: wenig Wettbewerb, hohe Nachfrage, geringe Einstiegshürden.

Ob Sie als Pflegekraft den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, als Versicherungsmakler:in Ihr Angebot erweitern, als Quereinsteiger:in einen Zukunftsmarkt erschließen oder einfach ein planbares zweites Standbein suchen – die Möglichkeiten sind da. Und mit der richtigen digitalen Infrastruktur starten Sie nicht bei null, sondern mit einem System, das bereits funktioniert.

Jetzt informieren: Ihr Einstieg mit PflegePur

Eigene Pflege-Website oder regionales Pflegeportal • 95+ Tools • Navigator App • DSGVO-konform • Ab 2 Klienten im Plus

Webseite-Paket ansehen → Regionalportal ansehen →


Quellen:
Statistisches Bundesamt – Pflegestatistik 2023
Bertelsmann Stiftung – Digitale Gesundheitskompetenz in Deutschland
Bundesgesundheitsministerium – BEEP-Gesetz (in Kraft seit 01.01.2026)
KfW – Gründungsmonitor 2025
IHK – Leitfaden Existenzgründung im Gesundheitswesen
GKV-Spitzenverband – Richtlinien zur Pflegeberatung nach §7a SGB XI


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