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Hilfsmittel im Alltag: Was hilft wirklich – und wer zahlt es?

Pflegehilfsmittel & Alltagshilfen 01.08.2025
Hilfsmittel im Alltag: Was hilft wirklich – und wer zahlt es?

Die Pflege zu Hause bringt viele Herausforderungen mit sich – körperlich, organisatorisch und emotional. Um den Alltag für Pflegebedürftige und Angehörige zu erleichtern, stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung. Sie unterstützen bei der Körperpflege, beim Ankleiden, beim Gehen, bei der Mobilität oder bei der Lagerung im Bett. Doch welche Hilfsmittel gibt es überhaupt? Was ist wirklich sinnvoll? Und wer übernimmt die Kosten?

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen praxisnahen Überblick über sinnvolle Hilfsmittel, erklären, wie Sie sie beantragen und zeigen, worauf Sie in der Auswahl achten sollten.

Die Pflege zu Hause bringt viele Herausforderungen mit sich – körperlich, organisatorisch und emotional. Um den Alltag für Pflegebedürftige und Angehörige zu erleichtern, stehen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung. Sie unterstützen bei der Körperpflege, beim Ankleiden, beim Gehen, bei der Mobilität oder bei der Lagerung im Bett. Doch welche Hilfsmittel gibt es überhaupt? Was ist wirklich sinnvoll? Und wer übernimmt die Kosten?

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen praxisnahen Überblick über sinnvolle Hilfsmittel, erklären, wie Sie sie beantragen und zeigen, worauf Sie in der Auswahl achten sollten.


🧰 Was sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel sind Produkte, die die Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder ein selbstständigeres Leben ermöglichen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen:

🟦 Technischen Hilfsmitteln

z. B. Pflegebetten, Rollatoren, Duschhocker, Patientenlifter, Toilettenstühle, Antidekubitusmatratzen

Diese Hilfsmittel sind oft langlebig und werden in der Regel leihweise zur Verfügung gestellt. Sie benötigen eine Verordnung und werden über die Pflegekasse bzw. Krankenkasse abgerechnet.

🟨 Verbrauchsprodukten

z. B. Einmalhandschuhe, Betteinlagen, Desinfektionsmittel, Schutzschürzen, Mundschutz

Diese Hilfsmittel werden monatlich verbraucht und können pauschal bis zu 42 € im Monat über die Pflegekasse bezogen werden (sog. „Pflegehilfsmittel zum Verbrauch“).


🏠 Typische Alltagssituationen – und passende Hilfsmittel

1. Körperpflege & Hygiene

  • Duschhocker / Duschstuhl – gibt Sicherheit beim Sitzen unter der Dusche
  • Toilettenstuhl oder WC-Aufsatz – erleichtert den Gang zur Toilette
  • Waschbare Bettauflagen – schützen bei Inkontinenz

💡 Tipp: Kombinieren Sie Produkte mit Haltegriffen, rutschfesten Matten und guter Beleuchtung.


2. Mobilität & Bewegung

  • Rollator – sicherer Begleiter für drinnen & draußen
  • Gehstöcke oder Unterarmgehstützen – für kurze Wege
  • Transferhilfen / Drehscheiben – helfen beim Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl
  • Patientenlifter – für schwer pflegebedürftige Personen, entlastet die Pflegeperson

💡 Tipp: Viele Mobilitätshilfen sind kostenfrei als Leihgabe über die Krankenkasse erhältlich.


3. Lagerung & Schlaf

  • Pflegebett mit elektrisch verstellbarer Liegefläche
  • Seitengitter / Bettgalgen / Aufrichthilfe
  • Antidekubitus-Matratzen oder -Sitzkissen – beugen Druckstellen (Dekubitus) vor
  • Lagerungskissen – z. B. zur 30°-Seitenlagerung bei Immobilität

💡 Tipp: Gute Lagerung schützt nicht nur die Haut, sondern fördert auch die Atmung und Verdauung.


4. Essen & Trinken

  • Rutschfeste Teller, Becher mit Trinkaufsatz, Besteck mit Griffverstärkung
  • Esshilfen für einhändiges Essen
  • Trinkhilfen mit Messskala zur Kontrolle der Flüssigkeitszufuhr

💡 Tipp: Achten Sie auf leichte Reinigung und stabile Materialien. Oft genügt bereits eine kleine Anpassung, um mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen.


5. Schutz & Hygiene im Pflegealltag

  • Einmalhandschuhe & Desinfektionsmittel
  • Bettschutzauflagen (einmal oder wiederverwendbar)
  • Mundschutz, Schutzkleidung bei infektiösen Erkrankungen

💡 Tipp: Diese Artikel können Sie über den monatlichen 42-€-Pflegehilfsmittelanspruch erhalten – auch bequem über Anbieter, die direkt mit der Kasse abrechnen.


📝 Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Grundsätzlich gilt:
👉 Alle Personen mit Pflegegrad (1–5)
👉 Pflege findet zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft statt
👉 Die Pflege erfolgt durch Angehörige oder andere nicht-gewerbliche Personen

➡️ In stationären Pflegeeinrichtungen stellt die Einrichtung selbst die benötigten Hilfsmittel.


🧾 So beantragen Sie Hilfsmittel – Schritt für Schritt

1. Technische Hilfsmittel (z. B. Rollator, Pflegebett)

  • Verordnung durch Arzt
  • Beantragung bei der Krankenkasse
  • Lieferung meist durch ein Sanitätshaus oder Vertragspartner
  • In vielen Fällen kostenlos leihweise

2. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z. B. Handschuhe, Betteinlagen)

  • Antrag bei der Pflegekasse stellen
  • Monatliche Pauschale bis 42 €
  • Viele Anbieter übernehmen Antrag & Direktabrechnung (z. B. Pflegebox, Sanimed)

📦 Anbieter mit Direktabrechnung: So funktioniert’s

Es gibt mittlerweile zahlreiche Dienstleister, die sich auf die kostenlose Lieferung von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch spezialisiert haben. Der Ablauf ist meist unkompliziert:

  1. Online-Antrag mit Pflegegradnachweis ausfüllen
  2. Auswahl des gewünschten Pakets (z. B. Handschuhe, Flächendesinfektion etc.)
  3. Anbieter übernimmt die komplette Abrechnung mit der Pflegekasse
  4. Regelmäßige, kostenfreie Lieferung nach Hause

💡 PflegePur-Tipp: Viele Anbieter bieten Musterpakete zur Probe oder individuelle Zusammenstellungen an. Achten Sie auf transparente Auswahl und Kontaktmöglichkeiten.


🧭 Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

  • Sinnvolle Kombination: Hilfsmittel sollten auf die individuelle Situation abgestimmt sein
  • Qualität: Prüfen Sie Material, Ergonomie und Reinigungsfähigkeit
  • Anpassbarkeit: Höhenverstellbarkeit, flexible Nutzungsmöglichkeiten sind ein Plus
  • Hygiene & Pflegeleichtigkeit: Besonders wichtig bei Inkontinenz oder bei offenen Wunden
  • Schulungen nutzen: Lassen Sie sich z. B. im Sanitätshaus oder durch Pflegeberater:innen zeigen, wie Sie das Produkt richtig einsetzen

📌 Fazit: Hilfsmittel entlasten – wenn sie richtig eingesetzt werden

Ein Pflegealltag ohne passende Hilfsmittel ist oft unnötig belastend. Umso wichtiger ist es, sich zu informieren, welche Produkte es gibt, wie man sie bekommt – und welche wirklich helfen.

PflegePur unterstützt Sie dabei mit:

  • dem Pflegehilfsmittel-Check
  • interaktiven Anleitungen & Entscheidungshilfen
  • Infos zur Beantragung & Anbietern

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